Wie so viele DJs in der elektronischen Musikszene legte der bis jetzt jüngste Resident (seit dem er gerade mal 17 war, regelmäßig im Airport an den Tellern) eines Clubs schon seit geraumer Zeit im bayrischen Raum HipHopSets auf. Doch die Leidenschaft galt von Anfang an auch der elektronischen
Musik, der er immer mehr verfiel. Ein solcher Prozess nimmt viel Zeit in Anspruch und braucht auch Rückgrat der Anhängerschaft gegenüber, und so legte der Partyagent zu Beginn seinen damals noch nicht hundertprozentig
ausgefeilten elektronischen Stil nur privat oder auf kleinen Parties im Bekanntenkreis auf.
Sobald die Einstellung der Musik gegenüber sich gänzlich geändert hatte und er zum richtigen Glauben konvertiert war, fing er an seine eigene Definition von elektronischer Musik zu kreieren und fühlte sich in dieser Rolle schon nach kurzer Zeit so wohl, dass er diese Definition unbedingt vor großem
Publikum präsentieren wollte. So kam es, dass er 2001 das erste Mal auf der Nature One spielte und für seine Interpretation von einem guten Set sehr positive Resonanz bekam.
Abwechslung war von jeher sein Anspruch. Wo sonst nur strenge Four-To-The-Floor-Beats ihren Weg in das DJ-Set finden, herrscht bei Agent vorurteilsfreier Eklektizismus. Aber der meiste Teil seiner Sets wurzelt im House der unterschiedlichsten Coleur – wenn auch bevorzugterweise seiner eigenen, der Orangen. Wie es zu erwarten ist, nahm seine Karriere im elektronischen Musikbereich dann schnell ihren Lauf, denn wenn ein nicht einmal 20-jähriger die Nature One zum ersten Mal sofort erfolgreich beschallt kommen rasch internationale Booking - Anfragen für Gigs in ganz Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, Belgien und Österreich. Im Jahr 2004 fand er Freunde mit denselben musikalischen Interessen im Ringelbeatz - Umfeld. Ringelbeatz ist ein mittlerweile renommiertes Minimal-
und TechHouse - Label aus Würzburg. Im selben Jahr fing er auch mit Hilfe der „Ringelbeatzlerr“ das Produzieren an. Nun läuft das Label so wie es sich die Macher vorstellen und die Musikdefinition von Agent Orange scheint ihr Übriges dazu beigetragen zu haben .Zudem veröffentlicht er auch bei
Livelarge, ein Electrohouse-Label aus Heilbronn, das eine kleine Familie für Agent geworden ist.
Und nun ist es keine Seltenheit und nichts Besonderes mehr, wenn er bei seiner Residency im Airport in Würzburg „die ganz großen“ als gute Bekannte oder Freunde begrüßt und die Massen ins Airport stürmen, um zu einer Housedefinition eines ehemaligen Hip Hoppers erquickt das Tanzbein zu
schwingen.

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